Restschuldversicherung

Eine Restschuldversicherung dient beim Privatkredit dem Kreditnehmer zur Absicherung zukünftiger nicht vorhersehbarer Ereignisse. Zu diesen Ereignissen, die durch eine Restschuldversicherung abgedeckt werden können, zählen z.B. Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit, Unfall, Todesfall und Zahlungsunfähigkeit.

Leistungen einer Restschuldversicherung

Im Falle des Eintretens eines durch die Restschuldversicherung versicherten Ereignisses übernimmt diese die Tilgung noch ausstehender Kredite, so dass sich der Kreditnehmer keine Gedanken um die Abzahlung mehr machen muss.

Natürlich wird auch bei der Restschuldversicherung, genauso wie bei anderen Versicherungen auch, immer erst der Einzelfall geprüft, bevor solche Zahlungen übernommen werden.

Varianten der Restschuldversicherung

Je nach Kreditanbieter gibt es unterschiedliche Varianten und Umfänge der Restschuldversicherung. Bei einigen Kreditanbietern kann auch zwischen verschiedenen Stufen der Restschuldversicherung gewählt werden.

So kann z.B. zwischen folgenden Stufen der Restschuldversicherung gewählt werden:

  • nur Tod
  • Arbeitsunfähigkeit und Tod
  • Arbeitslosigkeit und Tod
  • Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit und Tod (Komplettschutz)

Kosten steigen mit Leistungsumfang

Natürlich steigt der für eine Restschuldversicherung zu zahlende Betrag mit dem Grad der Abdeckung möglicher Risiken, so dass der Kreditnehmer immer genau überlegen sollte, welche Risiken er absichern möchte und auf welche er verzichten kann.

So viel kostet die Restschuldversicherung

Wie sehr der Abschluss einer Restschuldversicherung einen Ratenkredit verteuern kann, zeigt unser Beispiel. Ermittelt wurden die Werte mit dem Online-Rechner der CreditPlus Bank für deren Ratenkredit:

Kreditsumme 12.000,00 EUR
Laufzeit 72 Monate
Bearbeitungsentgelt 0,00 EUR
ohne Restschuldversicherung
Gesamtbetrag 13.107,60 EUR
Monatliche Rate 182,05 EUR
mit Restschuldversicherung
Gesamtbetrag 14.518,80 EUR
Monatliche Rate 201,65 EUR
Kredit verteuert sich durch Restschuldversicherung
um 1.411,20 EUR
bzw. 10,77%

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Wann zahlt die Restschutzversicherung?

Wird dem kreditwilligen Kunden vor Abschluss die Restschuldversicherung gerne schmackhaft serviert, sind im Ernstfall immer wieder Probleme zu beobachten:

Psychische Erkrankungen oft ausgeschlossen

So werden psychische Erkrankungen oft ausgeschlossen. Dass es sich bei psychischen Problemen wie einem Burnout um eine der häufigsten Ursachen für längere Fehlzeiten handelt, wird oft übersehen. Dazu kommt: der Ausschluss psychischer Erkrankungen ist rechtens, wenn er im Kreditantrag bzw. den Versicherungsbedingungen deutlich zu erkennen und verständlich formuliert ist. So urteilte etwa das Oberlandesgericht Hamm unter dem Aktenzeichen Az. 20 U 79/13.

Intransparente Krankheitsklauseln

Anders liegt der Fall, wenn der Versicherer schwammige Klauseln wie „ernstliche Erkrankungen“ benutzt, um sich vor der Leistung zu drücken. Ein solcher Fall landete vor dem Bundesgerichtshof, der unter dem Aktenzeichen Az. IV ZR 289/13 urteilte, dass „ernstliche Erkrankungen“ nicht pauschal vom Vertrag ausgeschlossen werden können. Die Formulierung ist intransparent und damit unwirksam, da der Kunde den Umfang der Klausel überhaupt nicht einschätzen kann.