Forwarddarlehen

Die Finanzierungslage für Immobilienkredite war in den vergangenen Monaten äußerst günstig. Zahlreiche Banken boten niedrige Zinssätze unter 4 Prozent inklusive langfristiger Zinsbindung an. Für Wohnungs- oder Hauseigentümer sehen Experten der Kreditinstitute allerdings künftig höhere Zinsen voraus – u.a. bedingt durch steigende Kapitalmarktzinsen sowie damit verbundene Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB). Immobilienbesitzer bzw. -käufer können sich  gegen das Risiko steigender Kreditzinsen mit einem sogenannten Forwarddarlehen absichern.

Mit einem Forwarddarlehen (forward = engl. für „vorwärts“) können sich Immobilieneigentümer derzeit gültige Konditionen für eine spätere Anschlussfinanzierung frühzeitig sichern, d. h. für den kommenden Kredit gelten die heute aktuellen Zinsensätze. Die Auszahlung erfolgt jedoch erst nach einer Vorlaufzeit nach Vertragsabschluss – jene liegt i. d. R. zwischen 6 bis zu maximal 60 Monaten. Speziell für Personen mit wenig finanziellem Spielraum sowie dem Bedarf nach hoher Planungssicherheit ist das Forwarddarlehen sehr geeignet.

Wichtig: Für den Abschluss eines Forwardkredits müssen in gewissem Umfang Zinsaufschläge einkalkuliert werden. Derzeit berechnen die Kreditinstitute durchschnittlich 0,02 bis 0,04 Prozentpunkte pro Monat der Vorlaufzeit, wobei die ersten drei bis sechs Monate meistens ohne diesen Aufschlag auskommen. Grundregel: Je länger die Vorlaufzeit, desto höher der Zinsaufschlag.

Beispiel für den Vorteil eines Forward-Darlehens

Sparen lässt sich mit einem Forwarddarlehen besonders dann, wenn die Zinsen in den kommenden Monaten oder Jahren deutlich nach oben klettern. Beispiel (siehe Grafik): Löst ein Kreditnehmer seinen Ratenkredit über 100.000 Euro in zwei Jahren mittels eines Forwarddarlehens ab (10 Jahre Zinsbindung/aktueller Zinssatz 4,5 %/800 Euro monatliche Tilgung), so spart er schon bei einer Steigerung um lediglich 1 Prozent insgesamt mehr als 5.200 Euro.

Zinsvorteil eines Vorwartdarlehens

Mit Ausblick auf steigende Zinssätze ist das Forwarddarlehen also entsprechend empfehlenswert – signifikant für kurze bis mittelfristige Zeiträume, in denen die Zinsentwicklung absehbar ist. Sinken die Zinsen hingegen, entstehen durch das Forwarddarlehen potentiell Verluste, da der vereinbarte Zinssatz höher ausfällt, als die Angebote der Banken es eigentlich ermöglichen. Der Vertrag des Kreditnehmers hat in diesem Fall aber trotzdem seine Gültigkeit.

Unser Tipp:

Steigen die Zinsen mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Monaten bzw. Jahren an, kann sich ein Forwarddarlehen als lohnend erweisen. Vergleichen Sie die Angebote und achten Sie auf Sonderkonditionen.

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Über das nachfolgende Formular können Sie ein kostenloses Angebot für ein Forwarddarlehen bei der Dr. Klein & Co. AG anfordern. Die Dr. Klein & Co. KG ist einer der führenden, unabhängigen Anbieter für Baufinanzierungen.